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 Re: Einbauort Temperatursensor im Auto Kategorie: Hardware (von Roland - 19.11.2005 16:31)
 Als Antwort auf Re: Einbauort Temperatursensor im Auto von TomTom - 19.11.2005 15:08
Roland nutzt:  CC1-M-Unit V1.2/2.0
Hallo!

Also zuerst einmal ein großes Dankeschön an euch beide! ;-)
Die Erklärungen waren echt klasse *respekt* so dass ich das ganze dann schon hinkriegen werd.
Elektrisch sehe ich da sowieso nicht das große Problem, hab mir da schon selber ne OP-Verstärker Schaltung zusammengebastelt, die den Sensor mit einem sehr kleinen Messstrom betreibt, so dass die Eigenerwärmung nicht das große Problem werden dürfte... Die Übereinstimmung mit meiner PSPICE-Simulation der Schaltung scheint relativ genau zu sein...
Wie gesagt, mein Problem ist als ET-Student nicht die elektrische Umsetzung sondern eher die Berücksichtigung der physikalischen Randeffekte ;-)

Also vielen Dank für eure Hilfe!


> Hallo Roland!
>
> > Darf der Sensor für die Außentemperatur dem Fahrtwind ausgesetzt werden oder nicht<
>
> Messtechnisch macht das keinen Unterschied, ob das zu messende Medium den Fühler schnell umströmt oder steht. Die Temperatur der bewegten Luft - Fahrtwind - ist doch identisch mit der "Aussentemperatur".
>
> Die Aussagekraft des Messwertes wird allerdings von mehreren Faktoren beeinflusst:
>
> Der Sensor darf nicht feucht werden. Andernfalls würde die von der bewegten Luft erzeugte Verdunstungskälte den Messwert unter das Niveau der Umgebungstemperatur senken. Folglich sollte der Fühler also nicht direkt frei stehen, sondern so angebracht sein, dass er der direkten Witterung nicht unmittelbar ausgesetzt ist. Da dies auch bei voller Fahrt gelten soll (Sprühnebel vorausfahrender Fahrzeuge), also doch irgendwie "windgeschützt".
>
> Ferner darf der Sensor keine oder nur geringe Eigenerwärmung erfahren (zB durch den durch ihn fliessende Strom).Besitzt der Sensor eine nennenswerte Eigenerwärmung, ist die ihn umgebende Schaltung falsch dimensioniert und damit zu Temperaturmessung ohnehin nicht sinnvoll einzusetzen.
> Das ergäbe dann eher das von Rene erwähnte Anemometer...
>
> Dann sollte der Sensor auch noch möglichst weit aussen sitzen, sodass der Messwert nicht von der Strahlungswärme des Fahrzeugs (Motor, Kühler) verfälscht wird. Ferner ist auf ausreichende Luftzirkulation zu achten, sodass eine Änderung der Aussentemperatur schnellstmöglich erfasst wird.
>
> > "vom Menschen gefühlte" Temperatur <
>
> Das hat nicht in erster Linie mit dem Energieverlust durch Verdunstung zu tun, sondern vielmehr damit, dass das Polster aus warmer Luft, das Deine Haut unmittelbar umgibt, durch den durch die Kleidung dringenden kalten Luftstrom zerstört wird (siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Windchill). Dadurch erhältst Du den Eindruck einer niedrigeren Umgebungstemperatur. "Gefühlt" halt ;-)
>
> Dem von Rene alternativ vorgeschlagenen Montageort Aussenspiegel halte ich subjektiv für zu hoch. Unter (hinter) der Stossstange dürften um diese Jahreszeit niedrigere Temperaturen herrschen, so dass die Anzeige auch der Glatteiswarnung dienen kann. Ich vermute, dass deshalb auch dieser Einbauort von der Automobilindustrie bevorzugt wird. Jedoch ist bei der Interpretation der Messwerte Vorsicht geboten; Anzeigen über null Grad bedeuten *keine* Entwarnung! Die Fahrbahn kann trotzdem überfroren sein.
> Aber das weisst Du ja ohnehin.
>
> Grüsse Tomtom
>
>
>

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