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 C-Control oder STRG-C? Kategorie: B-Control (von Martin Kaup, Homepage - 31.01.2005 22:19)
Ich kann Einiges an Eurer Diskussion nachvollziehen – Anderes wieder nicht.

Besonders gut ist die C-Control I - wegen Ihrer schnörkellosen und leicht zu verstehenden Sprache: dem CCBasic.  Als ich anfing, mich mit der C-Control zu beschäftigen, hatte ich bereits am ersten Tag(!) ein Erfolgserlebnis und auch später bei anspruchsvolleren Aufgaben konnte ich die C-Control dank der Möglichkeit Assemblerroutinen einzusetzen weiter nutzen.

Selbst zeitkritische Sachen, wie zB. meinen PC-Tastaturtreiber, konnte ich mit der C-Control erstellen. OK, wenn auch nicht interrupt-gesteuert, so war er doch zumindest so gut, daß er noch heute bei mir zu Hause bis heute klaglos die gesamte Lichtsteuerung übernimmt.

Ich denke, genau das war es, was die C-Control ausmachte. Das war es wohl auch, was vielen von uns den Einstieg in die µC-Welt ermöglicht, bzw.  leichter gemacht hat!

Wenn ich eine Idee hatte, konnte ich diese fast immer sofort mit der kleinen Unit umsetzen. Aber wie gesagt, fast immer.

So dachte ich nun, ich könnte mit der CC2 glücklicher werden.

Ich muss allerdings gestehen, das Ding war mir persönlich zu kompliziert und die Stifte waren zu kurz, um mal eben etwas anzuklemmen. Ausserdem, immer wenn ich mal einige Zeit nichts mit der CC2 gemacht hatte, fiel mir der Wiedereinstieg ziemlich schwer.

Ich bin dann auf Atmel umgestiegen. Bascom gefiel mir für den Einstieg ganz gut.

Trotzdem fehlte mir die Möglichkeit, alle meine CCI-Programme -ohne diese neu schreiben zu müssen- weiter einzusetzen. Dank der guten Dokumentation von Dietmar Harlos habe ich mir dann ein eigenes Betriebssystem in Assembler geschrieben. Ursprünglich für den AT90S8535 geschrieben,  läuft es heute auf dem ATMega32 und dem 128er. Es bietet alles, was das( oder heisst es die?) CC-Basic auch bietet und noch andere Dinge mehr. Das Einbinden von Assemblerroutinen ist logischerweise möglich, damit man auch kleine Routinen testen kann, die man später vielleicht ins OS aufnehmen möchte.

Die einfache Hardware hatte ich mit Heimmitteln selber gemacht. Meine Basicprogramme von der CC1 konnte ich dann meist 1:1 übernehmen, sofern kein Assembler im Spiel war. In einem solchen Fall mussten die SYS-Routinen neu geschrieben und danach wie z.B. die LCD-Routinen ins Betriebssytem aufgenommen werden. Es ist so meine eigene, persönliche C-Control entstanden. Einige Routinen konnten aber trotzdem in Motorola Assembler bleiben, da viele Befehle sich exakt (wie meist in Assembler) im Atmel Assembler wiederfinden. Sie haben nur andere Namen aber das liess sich mit ‚macros’ leicht erledigen.

Zum leichteren Verständnis einiger Vorgänge und zum Debuggen hatte ich das Betriebssystem monitorfähig gemacht (Bilder unter Monitor_1 und Monitor_2).

Ich glaube wirklich, man braucht ein System, das einfach genug ist,  immer schnell `mal was machen´ zu können ohne sich ständig wieder alles Mögliche an Anleitungen heraussuchen zu müssen, das aber trotzdem leistungsfähig genug ist, um auch schwierigere Sachen auszuprobieren.

Wozu braucht man „multitasking“, wenn man noch nicht einmal genau weiss, was das ist?

Aber schön - wenn man es dann doch brauchen sollte, dass man es dann machen kann, weil das Betriebssystem frei ist, und somit veränderbar und die Atmel leistungsfähig genug sind.

Wenn diese Veränderungen dann wieder uns allen zentral zugänglich gemacht werden, dann fallen sofort alle Fehler auf und Erweiterungen stehen Jedermann zur Verfügung. In der gleichen Art, wie Linus das mit Linux gemacht hat. Hinzu kommt, dass das ganz einfach mit ganz billiger Hardware (ca. 5 Euro für den Programmierdongle und Kabel) zu machen ist. Ein neues OS in den Controller zu "flashen" dauert nur Sekunden und die Software dafür gibt es umsonst.

Darüberhinaus hat die Atmel-Welt viele brauchbare Routinen, die so uns C-Controllern auch zugute kommen. Und das auf die Weise, die wir gewohnt sind. Wenn ich ehrlich bin, möchte ich auf die alte CCI nicht verzichten. Und die C-Control ist ein schönes Hobby, welches hier und da mal eine brauchbare Applikation abwirft, die man auch noch zwei Jahre später verstehen kann.

Wenn auch Andere anderer Meinung sind: Die neuen C-Control Pro sind schlicht und einfach viel zu teuer. Mit Applicationboard kostet die 128er in richtigem Geld fast 400,00 Mark!

Und das macht auch die (noch unbekannte) Software garantiert nicht wett.

Und wie Dietmar schon schrieb: Wo liegt der Sinn der 10 Euro billigeren Atmega32 Pro?

Ein Anderer wiederum schrieb: warum nicht gleich auf Atmega32/Atmega128 umsteigen?

Mir scheint übrigens, dieses Forum polarisiert sich immer mehr. So auf den ersten Blick weiss man gar nicht, über welche Unit da gerade gesprochen wird......... und wer hier welche Interessen vertritt.

Gruss an alle

Meine Homepage: http://www.nettypes.de/b-control

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