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 Re: Gleitkommaberechnungen mit Atmel Mikrokontroller? Kategorie: Hardware (von Jens - 3.01.2010 2:19)
 Als Antwort auf Re: Gleitkommaberechnungen mit Atmel Mikrokontroller? von turbomatze - 2.01.2010 21:12
Hallo Matthias!

> Wenn ich mir diese Mikrokontroller selber kaufe und ein kleines Board zusammenstecke werde ich wohl am meisten lernen, oder?

Es kommt auf die Grundkenntnisse an. Wenn Du Dir ein STK500 kaufst hast Du keinen Trödel und kannst sofort mit dem programmieren anfangen. Wenn Du alles selber aufbaust wirt es bestimmt ein paar Stolpersteine geben die Du erst aus dem Weg räumen musst. Im Großen und Ganzen kommt man aber mit „Marke Eigenbau“ auch ans Ziel…

> Dann muss ich mich dazu aber auch belesen und schauen wo steht wie man das zusammenbaut. :-)

Dazu findest Du im Internet mehr als genug AnleitungenÂ…
http://www.rn-wissen.de/index.php/Atmel_Controller_Mega8
http://www.blafusel.de/misc/atmega8_io.html
http://conelek.org/Mikrocontroller_Minimalsystem_mit_AVR_ATMega8
http://www.htw-dresden.de/~beck/Atmel/
Â…und viele mehrÂ…

> Ich wüßte ja gar nicht genau wie das geht und welche Teile ich dazu noch brauche.

1. Brauchst Du einen Programmer um die Programme in den AVR zu bekommen. Am sinnvollsten ist ein Programmer der mit einem STK500v2 Protokoll arbeitet, der ist zu der AVR Software kompatibel. Wenn Du den selber aufbauen solltest, dann hast Du allerdings das Problem, das Du hier erst die Firmware aufspielen musst. Dummerweise brauchst Du dafür aber einen Programmer, so dass Du vor dem „Henne – Ei“ Problem stehst. Du müsstest Dir also erst einen „PonyProg“ Programmer aufbauen um damit die Firmware in den STK500-Programmer zu schieben. Wenn Du die Programmer von meiner Homepage dafür verwendest, dann bist Du mit ca. 12 Euro dabei…

2. Brauchst Du die AVRs mit denen Du arbeiten möchtest. Ein ATmega8 kostet bei Reichelt ca. 1,35 Euro und ein ATmega16 ca. 2,20 Euro. Möchtest Du die ATmegas mit ihrer vollen Geschwindigkeit betreiben, dann brauchst Du auch noch ein 16MHz Quarz (z.B. 16,0000-HC49U-S) und zwei Kondensatoren (z.B. KERKO 22P) dazu. Dazu noch eine stabilisierte 5V Spannung und einen 10k Widerstand für den Reset-Pin und dass war es dann auch schon… (Ein paar Taster und LEDs währen natürlich auch nicht schlecht.)

3. Brauchst Du Software um die AVRs zu programmieren. Wenn Du in C programmieren möchtest, dann ist das AVR-Studio bestimmt die beste Wahl. Und außerdem noch WinAVR, damit die benötigten Libs und C Compiler zur Verfügung stehen. Arbeitest Du mit einem STK500 kompatibeln Programmer, dann war es das auch schon. Verwendest Du andere Programmer, dann kannst Du zur Programmübertragung auch PonyProg oder AVRdude verwenden. Mein „AVR-Brenner“ Tool (siehe Homepage) arbeitet mit AVRdude zusammen und die Programmer von meiner Homepage sind in dem Tool bereits eingetragen. Solltest Du hier Probleme bei der Übertragung haben könnte Dir das Tool vielleicht weiter helfen…

4. Brauchst Du die Datenblätter der AVRs die Du programmieren möchtest. Das Datenblatt ist hier die „Bibel“ und im Zweifelsfall immer ans Datenblatt halten. Wenn das Datenblatt nicht weiter helfen kann, dann gibt es auch mehr als genug Foren.
http://www.mikrocontroller.net/
http://www.mikrocontroller.net/articles/AVR_Fuses
http://www.mikrocontroller.net/articles/AVR-GCC-Tutorial
Â…und viele mehrÂ…

5. Brauchst Du ausreichend Geduld. Ein AVR in C zu programmieren kann sehr aufreibend sein, das ist nicht mit der C-Control und Basic vergleichbarÂ… ;-)


LG Jens

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